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06. November 2017

SHV | Spitzenverband fordert den systematischen Ausbau der primärqualifizierenden Studiengänge für Therapieberufe

SHV | Spitzenverband fordert den systematischen Ausbau der primärqualifizierenden Studiengänge für Therapieberufe

Die Akademisierung der Therapieberufe dient der Sicherung der Patientenversorgung – jetzt handeln!

Die Zahl an chronisch kranken und multimorbiden Patienten steigt stark. Die Behandlungen werden komplexer, das stellt auch Therapeuten vor neue Herausforderungen. Um diesen gerecht zu werden, fordert der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) den systematischen Ausbau von primär- qualifizierenden Studiengängen für Therapieberufe, wie z.B. Ergotherapie, Physiotherapie oder Podologie. Außerdem muss die Politik in der neuen Legislaturperiode endlich die Modellphase für primärqualifizierende Studiengänge entfristen und damit die Zukunftsperspektive der Therapieberufe verbessern.

Therapieberufe brauchen Wissenschaft und Forschung. Denn: Die hochschulische Ausbildung und fachliche Profilierung erweitert die therapeutischen Kompetenzen und ist ein wichtiger Schritt zur  Professionalisierung des Berufsstandes. „Uns geht es um die zukünftige Patientenversorgung“, erklärt Arnd Longrée, stellvertretender Vorsitzender des SHV. Therapeutische Forschung liefert wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, die effektive und zugleich kostensenkende Veränderungen und Neuerungen bewirken können. Das kommt den Patienten und dem Gesundheitswesen zugute.

Aufgrund des heute schon bestehenden Fachkräftemangels können und müssen die Therapieberufe für den Nachwuchs zukunftsorientiert gestaltet werden. Die hochschulische Ausbildung steigert die Anziehungskraft der Berufe, vorausgesetzt die Entwicklungs- und Einkommenschancen sind ebenfalls attraktiv. Hier sind Staat und Hochschulen gefordert, die Studienangebote für etablierte und gesundheitspolitisch notwendige Berufe auszubauen,“ erläutert Arnd Longrée. „Zur Logik eines wirklichen Einstiegs in die Akademisierung gehört in einem ersten Schritt der Wegfall des Modellstatus der primärqualifizierenden Studiengänge. Hierzu gehört die rechtliche Einordnung in die Berufsgesetze, die die Rahmenbedingungen eines Studiums ermöglicht. Darauf aufbauend brauchen wir mehr Mut in der Schaffung von Studienplätzen, aber auch die Eröffnung von Masterstudiengängen bis hin zur Promotion in den einzelnen Therapiedisziplinen. So schaffen wir den Rahmen für Wissenschaft und Forschung, die dann wiederum eine Verbesserung der Patientenversorgung leisten wird.

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