Sonntag, 21. Januar 2018

« zurück

09. Januar 2018

BARMER sagt im Heilmittelreport Ausgabendynamik voraus!

BARMER sagt im Heilmittelreport Ausgabendynamik voraus!

  • losgelöst von der Realität
  • losgelöst vom eigenen Versorgungsauftrag
  • losgelöst vom demographischen Wandel
  • losgelöst von mehr ambulant vor stationär
  • losgelöst von mehr Autonomie durch Heilmittelerbringer

Der Gesetzgeber hat die bedrohliche Situation im Heilmittelbereich durch Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, sowie deren schlechte Bezahlung, erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung und Sicherstellung der Heilmittelversorgung beschlossen. Er hat durch das Versorgungsstärkungsgesetz VSG die Preisangleichungsklausel vorgeschrieben und im Heil-und Hilfsmittelversorgungsgesetz HHVG den Wegfall der Grundlohnsumme für vorerst drei Jahre ermöglicht.

Dies sind erste wesentliche und schon lange überfällige Schritte in die richtige Richtung, für mehr Anerkennung, angemessene Vergütung und mehr Autonomie für die Leistungserbringer im Heilmittelbereich. Weitere müssen folgen.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. bis 3. Quartal des Jahres 2017 einen Überschuss von rund 2,52 Milliarden Euro erzielt. Die Überschussentwicklung hat sich damit im Vergleich zum 1. Halbjahr (1,41 Milliarden Euro) weiter beschleunigt. Die Finanzreserven der Krankenkassen stiegen bis Ende September 2017 auf rund 18,6 Milliarden Euro.
Die Einnahmen der Krankenkassen sind in 2017 um 4,2 Prozent und die Ausgaben um 3,7 Prozent gestiegen.
Lt. offiziellen Zahlen -Finanzergebnisse der GKV vom 6. Dezember 2017- beträgt die durchschnittliche Finanzreserve sämtlicher Krankenkassen knapp eine Monatsausgabe.
Das BMG schätzt ein, dass die Krankenkassen auch im Jahr 2018 die nötigen Finanzspielräume für gute Leistungen bei attraktiven Beiträgen für die Versicherten haben.
Das BMG schätzt auch ein, dass die Ausgabenentwicklung in den Monaten Januar bis September in allen größeren Leistungsbereichen moderat verlaufen ist.
Im ärztlichen Bereich stiegen die Ausgaben um rund 5,1 Prozent. Hier ist das BMG der Meinung, dass die Mehrausgaben im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung liegen, die um 13,4 Prozent gestiegen sind.
Im Bereich des Krankengeldes gab es eine Veränderungsrate von 5,0 Prozent.

Vor dem Hintergrund der über viele Jahre andauernden Fehlentwicklung einer überzogenen Kostendämpfungspolitik gerade auch im Heilmittelbereich, mit der Folge des Wegbruchs des Nachwuchses und einer Flucht der Physiotherapeuten in attraktivere Tätigkeitsfelder und ausreichend vergütete Berufe, erscheint die Warnung vor einer Ausgabendynamik höchst fragwürdig.

Nur mit einer deutlichen Stärkung der Heilmittelberufe ist die qualitativ hochwertige Heilmittelversorgung sicherzustellen und weiter zu entwickeln. Bei dem bisherigen Anteil von gerade mal drei Prozent der Gesamtausgaben im GKV-Bereich erscheint dieses Ziel nur schwer erreichbar.

Dafür kämpft der VPT kontinuierlich weiter, um auch zukünftig eine dauerhafte und hochwertige Heilmittelversorgung in ganz Deutschland zu erhalten.

Die Veröffentlichung finden Sie hier: bit.ly/090118_barmer


Login VPT Mitgliederbereich

VPT-Therapeutensuche

Aktuelle Mitgliederzeitung

VPT Mitgliederzeitschrift

Unsere Mitgliederzeitschrift

Weitere Informationen finden Sie auf www.vpt.de

Über 20.000 VPT-Mitglieder

VPT Landesgruppe

VPT Landesgruppe Bayern
Rosenkavalierplatz 18/II | 81925 München
Telefon 089 / 99 99 74-3 | Telefax 089 / 91 04 96 27
E-Mail: info@vpt-bayern.de

Alle Landesgruppen im Überblick

Bildung zahlt sich aus

VPT Aktuelles, Downloads und mehr...

Eine Vielzahl von Informationen rund um die Tätigkeit des Verbandes, über 400 Literaturbesprechungen und mehr als 700 Meldungen aus Recht und Praxis finden Sie in unserem Archiv auf www.vpt.de.